Öppis spannends z'läse!
Vielleicht kannst Du noch was lernen!
Tipps & Tricks für ein respektvolles Campingerlebnis
Camping bedeutet Freiheit, Natur und das unkomplizierte Leben draussen - aber genau deshalb braucht's auch ein bisschen Rücksicht. Besonders wenn viele Menschen auf engem Raum zusammen campieren, ist ein respektvoller Umgang das A und O. Hier findest Du ein paar einfache, aber wirkungsvolle Tipps, wie Du Dich auf dem Campingplatz oder beim Freistehen richtig verhältst. Damit alle eine gute Zeit haben. Auch Deine Nachbarn. Und wir sowieso!
Campingplätze sind in den letzten Jahren deutlich voller geworden - besonders seit Corona. Immer öfter trifft man auf Gäste, die neu in der Campingwelt sind und sich (noch) nicht ganz zurechtfinden. Manche davon wirken fast so, als gehörten sie eher ins Einkaufszentrum als in die Natur. Damit Du nicht zu dieser Gruppe gehörst, haben wir für Dich ein paar hilfreiche Tipps zusammengestellt:
- Stell Dein Fahrzeug mit Köpfchen ab
Bevor Deinen Camper oder Dein Zelt auf der Parzelle platzierst, überleg Dir gut, wie und wo Du ihn hinstellst. So vermeidest Du nicht nur unschöne Matschzonen direkt vor der Tür (besonders bei Regen), sondern ersparst Dir auch neugierige Blicke oder spöttische Kommentare von erfahreneren Nachbarn. - Rücksicht beginnt mit dem Gehör
Auf dem Campingplatz leben viele Menschen auf engem Raum zusammen. Das bedeutet: Alles, was Du sagst, singst oder hörst, hören auch Deine Nachbarn. Vielleicht stehen sie nicht auf Deine Playlist - oder möchten nicht mithören, wie Du mit der Schwiegermutter telefonierst. Halte also die Lautstärke im Zaum - besonders in den Randzeiten und über Mittag. - Grüssen gehört zum guten Ton
Ein einfaches "Hoi" oder "Grüezi" wirkt Wunder. Auch wenn?s nur kurz ist: Freundlichkeit schafft ein gutes Miteinander. - Parzelle = Privatsache
Deine Parzelle endet an der Grenze. Punkt. Andere Parzellen betritt man nur auf Einladung - auch nicht für einen schnellen Kabelzug oder als Abkürzung zum WC. Deine Heringe, Abspannseile, Fahrräder, Gummiboote oder dein zweites Paar Wanderschuhe haben auf fremden Parzellen nichts verloren. - Kinder sind super - solange sie nicht nerven
Du findest Deine Kinder grossartig - Deine Nachbarn vielleicht nicht. Wenn Deine Kids laut, wild oder ununterbrochen unterwegs sind, nerven sie nicht nur Dich, sondern auch die Leute um Dich herum. Also: Auch kleine Camper brauchen klare Regeln. - Hunde ja - aber bitte an der Leine
Auch auf Deiner eigenen Parzelle: Leine dran! Ein Campingplatz ist kein Hunde-WC. Gassi geht man ausserhalb des Platzes. Viele Campingplätze verbieten Hunde nicht grundlos - sondern wegen negativer Erfahrungen mit uneinsichtigen Haltern. - Abwasser gehört in die Entsorgungsstation
Wenn Dein Aufenthalt vorbei ist: Nutze die offiziellen Entsorgungsstellen. Das Ventil einfach aufdrehen und davonfahren? Nein. Die Wasserspur hinter Dir verrät Dich sowieso - und macht Dich garantiert nicht beliebt. - Wildcamping = Verantwortung
Mit der steigenden Zahl an Wohnmobilen häufen sich leider auch negative Erlebnisse beim Freistehen. Immer mehr Orte werden für Camper gesperrt - weil sich einige wenige nicht an die Regeln halten. Wenn Du wild übernachtest, verhalte Dich umso rücksichtsvoller - sonst schaden wir uns alle selbst. - Sauber verlassen - auch wenn's vorher nicht sauber war
Auch wenn Du den Platz nicht blitzblank angetroffen hast: Lass ihn sauberer zurück, als Du ihn vorgefunden hast. Wer gerne im Abfall übernachtet, darf gerne beim nächsten Recyclinghof campieren. - Vollständiges Camping-Setup? Dann bitte auf den Platz
Wenn Du Tisch, Stühle, Sonnenstore, Grill und Lichterkette aufstellst, bist Du nicht mehr unauffällig unterwegs. In dem Fall: Such Dir bitte einen offiziellen Campingplatz oder Stellplatz. - Menschliche Hinterlassenschaften gehören nicht in die Natur
Kein Kommentar nötig. Du weisst, was gemeint ist. Wenn sich alle ein bisschen Mühe geben, bleibt Camping das, was es sein soll: unkompliziert, naturverbunden und für alle ein Vergnügen. - Licht aus - Sterne an
Deine LED-Lichterkette, das Flutlicht am Camper oder die Solarlampe mit Bewegungsmelder mögen Dir Sicherheit geben - aber sie stören die Nachtruhe anderer. Nach Einbruch der Dunkelheit gilt: Weniger ist mehr. Gönn auch den Sternen ihren Auftritt! - Grillen ja - Räucherei nein
Grillieren gehört dazu - aber achte darauf, dass Du nicht gleich den halben Platz einräucherst. Nicht jede*r möchte Deine Cervelats oder Fischpäckli olfaktorisch mitessen. Und: Offene Feuer sind nicht überall erlaubt. Also zuerst informieren - dann grillieren. - Wasser ist kostbar
Trinkwasser ist oft knapp - vor allem auf kleineren Plätzen oder in südlichen Ländern. Laufen lassen beim Zähneputzen oder Autowaschen mit dem Schlauch? Bitte nicht. Denk daran: Du bist nicht allein. - Toiletten: Kein Ort für Experimente
Die Sanitäranlagen sind für alle da. Also: Keine Bastelarbeiten, keine seltsamen Hinterlassenschaften, keine Tauchgänge. Und wenn Du Chemie-Toiletten benutzt - dann bitte nur an den offiziellen Entsorgungsstationen ausleeren. Nicht. In. Die. WC-Schüssel. - WLAN ist kein Grundrecht
Wenn das WLAN langsam ist oder nicht bis zur hintersten Parzelle reicht: Tief durchatmen, Gerät weglegen, Aussicht geniessen. Du bist zum Abschalten hier - nicht zum Streamen. - Kein Platz ist auch ein Platz - aber vielleicht nicht für Dich
Wenn der Platz ausgebucht ist oder voll aussieht: Such Dir einen offiziellen Stellplatz statt -irgendwo- zu parken. Wild stehen auf Spielplätzen, Bauernwiesen oder Privatwegen ist keine gute Idee - und kann teuer oder unangenehm enden. - Sharing is caring - manchmal
Braucht jemand Feuerzeug, eine Pumpe oder einen Flaschenöffner - Hilf gern aus. - Respektiere die Natur
Wildblumen sind zum Anschauen da, nicht zum Pflücken. Tiere beobachten ist toll - füttern aber tabu. Und wenn Du wanderst, radelst oder schwimmst: Hinterlasse keine Spuren, ausser vielleicht ein paar Fussabdrücke im Sand.